Donnerstag, 23. Februar 2017

Das Flammende Phantom (Lockwood & Co. #4)


Das Flammende Phantom (Lockwood & Co. #4) von Jonathan Stroud

(Eine kurze Anmerkung, bevor ich hier jetzt gleich "wie üblich" weitermache. Nämlich wird das hier nicht wirklich "wie üblich", denn bisher habe ich noch keine Rezension von Büchern aus einer Reihe geschrieben, die ich nicht schon mit dem ersten Buch hier angekündigt hätte. Soll heissen, ich habe Lockwood bisher hier noch nicht erwähnt, obwohl ich die ersten drei Bücher kenne. Ich wollte eigentlich auch das vierte Buch von hier fern halten, aber... dann habe ich es gelesen und jetzt will ich das nicht mehr. Deshalb werde ich wohl einige Änderungen vornehmen, unter anderem, dass die Zusammenfassung - welche gleich folgen wird - die Zusammenfassung des ersten Buches sein wird und danach werde ich noch kurz einige Worte über die Serie an sich sagen, bevor ich mich auf den eigentlich, also den 4. Teil daraus, konzentrieren werde. Ausserdem werde ich am Ende sowohl den vierten als auch den ersten Teil verlinken. Eigentlich alles - aus meiner Sicht - ziemlich selbsterklärend, aber ich wollte es trotzdem angemerkt haben um jegliche Verwirrung vorzubeugen.)


London, England: In den Strassen geht des Nachts das Grauen um. Unerklärliche Todesfälle ereignen sich, Menschen verschwinden und um die Ecken wabern Schatten, die sich nur zu oft in tödliche von Geisterwesen ausgesandte Plasmanebel verwandeln. Denn seit Jahrzehnten wird Grossbritannien von einer wahren Epidemie an Geistererscheinungen heimgesucht. Überall im Land haben sich Agenturen gebildet, die in den heimgesuchten Häusern Austreibungen vornehmen. Hochgefährliche Unternehmungen bei denen sie, obwohl mit Bannkreisketten, Degen und Leuchtbomben ausgerüstet, nicht selten ihr Leben lassen.
So auch die Agenten von Lockwood & Co. Dem jungen Team um den charismatischen Anthony Lockwood ist allerdings bei einem Einsatz ein fatales Missgeschick passiert. Um die Klage abwenden und den Schadenersatz dafür aufbringen zu können, müssen die drei Agenten von Lockwood & Co. einen hochgefährlichen und zutiefst dubiosen Auftrag annehmen. Dieser führt sie in eines der verrufensten Herrenhäuser des Landes und stellt sie auf eine Probe, bei der es um nichts weniger als Leben oder Tod geht.

Rezension:

Allgemeine Worte zur Serie aka. weshalb auch du Lockwood und Co. lesen solltest:

Hach, manchmal wünschte ich, ich könnte Leute einfach mit einem "weil es toll ist" zu ihrem Glück bringen, aber ich vermute hier ist ein wenig mehr Erklärung angebracht. Schade eigentlich. (Wenn dir aber "weil es toll ist" reicht, sodann ziehe hinfort und lese diese Reihe, denn sie ist toll!) 

Ich war schon seit einigen Jahren schwankender Fan von Jonathan Stroud bevor ich mich mit seiner Lockwood-Reihe befasst habe - schwanken, weil ich zuerst Bartimäus von ihm gelesen habe und unglaublich klasse fand und mich danach voller Begeisterung in das nächste Buch von Stroud gestürzt habe, das man mir unter die Nase gehalten hat, was allerdings leider Drachenglut und ein schlimmer Reinfall war, ich war (zu dem Zeitpunkt) kaum jemals so enttäuscht von einem Buch - also bin ich zunächst etwas vorsichtig, wenn auch aufgeschlossen in Lockwood & Co. gestiegen. Hier ist, was mich erwartet hat:
  • Eine klasse Idee

Ein modernes London mit altertümlichen Geistern? Kinder, die besagte Geister sehen und daher gegen sie kämpfen müssen? Agenturen, die sich dies zur Aufgabe machen? Herrische Erwachsene und Kinder mit Peter Pan Komplex? Potentielle Degengefechte mit Ektoplasma? Schutzkreise aus Eisenketten? Besonders talentierte Kinder? - Lockwood & Co. hat dies alles und noch mehr! 
  • Witz
Man kennt Strouds Witz schon aus Bartimäus, ich habe die Bücher anfänglich zwar für nicht so witzig wie diesen gehalten, aber im Grunde kann ich mich kaum noch erinnern, ausserdem hat mich der 4. Teil an wirklich vielen Stellen mindestens innerlich zum lachen gebracht. Allgemein hat das Buch einen heiteren, lockeren Ton und ist dementsprechend locker-flokig lustig. Der Kontrast zum ernsten Thema macht es teilweise auch wirklich aus.
  • Spannung
Natürlich reicht eine solide Idee nicht aus, um eine Geschichte lesenswert zu machen, man muss das auch noch richtig ausführen - aber nicht nur in ihrem Witz. Genau das macht Stroud übrigens auch, das richtig ausführen, meine ich. Die Geschichte(n) sind absolut spannend und vollgepackt mit Abenteuern (was will man von Geisterjägern auch anderes erwarten?), die gar kein Ende nehmen wollen. 

Was kann man schon dagegen einwenden? Ich habe keine Ahnung!
Konsequenz: Lies diese Bücher!

Andere Worte zum eigentlichen Buch hier:
Die Wäsche ... Das Blut gefror mit in den Adern. Das Wäschepaket! Wenn es vor der Tür lag ... 
Mit gerecktem Hals spähte ich ins Treppenhaus. Nein – nichts zu sehen. Ein Glück! 
"Stimmt was nicht?", fragte Lockwood. 
"Nein, nein. Alles ist gut." Ich holte tief Luft. Ganz ruhig bleiben. Das mit dem Schlafanzug war keine Katastrophe. Alles war in bester Ordnung. Ich stemmte lässig die Hand in die Hüfte und setzte eine unbekümmerte Miene auf. "Alles gut", wiederholte ich. 
"Freut mich. Ach übrigens, das hier lag auf der Fussmatte." Lockwood zog eine durchsichtige Plastiktüte hinter dem Rücken hervor. "Sieht nach frisch gebügelten ... äh ... Sachen aus. Ich weiss nicht, ob es dir ..."
Das Flammende Phantom hat mir, aus Gründen die sich mir nicht wirklich erschliessen, bis jetzt am besten aus der Reihe gefallen. Ich konnte gar nicht genug kriegen, wollte einfach immer weiter lesen (und hatte es dementsprechend auch ziemlich schnell durch, trotz Vorlesungen und allem, leider). Irgendwie hat mich das Buch einfach gepackt und mit sich gezogen und was ich erlebt habe war echt klasse.

Samstag, 18. Februar 2017

Das dunkle Herz der Magie (Black Blade #2)


Das dunkle Herz der Magie (Black Blade #2) von Jennifer Estep

Zusammenfassung:

Manchen Leuten fehlt einfach jeder Ehrgeiz. Devon Sinclair beispielsweise ist davon überzeugt, dass Lila den "Kampf der Klingen" für sich entscheiden kann – dabei sollte er als ihr Kontrahent lieber daran arbeiten, sie zu besiegen. Doch was der eine nicht hat, hat der andere zu viel: Mysteriöse "Unfälle" sorgen dafür, dass ein Teilnehmer nach dem anderen aus dem Turnier scheidet. Irgendjemand möchte gewinnen, um jeden Preis! Als wäre das nicht schon Grund genug zur Sorge, hat Schurke Victor Draconi bereits einen finsteren Plan geschmiedet, um Devon und Lilas Freunden zu schaden. Und dann ist da noch ein Mörder in der Stadt, der es auf die Monster von Cloudburst Falls abgesehen hat. Eins sei damit ein für alle Mal bewiesen: Manchmal sind Menschen die eigentlichen Monster.

Rezension:
Meine Hand senkte sich auf mein Schwert und ich liess die Fingerspitzen über den Stern auf dem Heft gleiten. Ob es nun um einen Parkplatz, eine Hütte oder ein Herrenhaus ging, es gab drei Regeln, wenn es irgendwo zu still war. 
Zu still bedeutete, dass man nicht so allein war, wie man vielleicht glaubte. 
Zu still bedeutet, dass jemand etwas im Schilde führte.  
Zu still bedeutet nur zu oft den Tod.
Hach, wie sehr die seichte, kitschige Spannung aus Jennifer Esteps Büchern doch den Tag versüssen kann. Ich habe es schonmal gesagt, und ich werde es auch jetzt wiederholen, ihre Bücher sind nicht "objektiv gut" (was auch immer das bedeuten soll), aber sie sind trotzdem spannend, lustig und enthalten genau den Grad an Unterhaltung, den man erwartet, wenn man Bücher für eher junge Teenager liest. Manchmal braucht man das, manchmal will man das und manchmal ist es halt auch einfach nicht passend. Ich für meinen Teil, wollte das die letzten Tage und daher war es sehr passend und dementsprechend zufriedenstellend.

Mittwoch, 15. Februar 2017

Was die Spiegel wissen (The Raven Cycle #3)


Was die Spiegel wissen (The Raven Cycle #3) von Maggie Stiefvater

Zusammenfassung:

Es wird Herbst in Henrietta. Blue und die vier Raven Boys suchen noch immer nach dem Grab des walisischen Königs Glendower. Fast glauben sie sich am Ziel, als Adam eine beunruhigende Vision hat: Im magischen Wald Cabeswater gibt es drei Schlafende. Einer von ihnen darf unter gar keinen Umständen geweckt werden. Die Frage ist allerdings, welcher es ist und was geschieht, wenn er  trotz aller Vorsicht aufwachen sollte. Währenddessen hat Blue ganz andere Sorgen: Ihre Mutter ist verschwunden und ausser einer mysteriösen Nachricht gibt es keine Spur von ihr. Und dann sind da noch Blues Gefühle für Gansey, gegen die sie vergeblich anzukämpfen versucht. Denn ein Kuss von ihr könnte seinen Tod bedeuten.

Rezension:
"Wer sind die beiden?", dachte Gansey bei sich, "Was machen wir hier eigentlich?"
Tja, das sind beides gute Fragen, Gansey, ich bin mir nämlich nicht sicher.

Donnerstag, 9. Februar 2017

Welcome to Night Vale


Welcome to Night Vale von Joseph Fink und Jeffrey Cranor

Zusammenfassung:

Night Vale, ein Städtchen in der Wüste. Irgendwo in der Weite des amerikanischen Südwestens. Geister, Engel, Aliens oder ein Haus, das nachdenkt, gehören hier zum Alltag. Night Vale ist völlig anders als alle anderen Städte, die Sie kennen - und doch seltsam vertraut.
Jackie Fierro betreibt schon lange das örtliche Pfandhaus in Night Vale. Eines Tages verpfändet ein Fremder einen Zettel, auf dem mit Bleistift die zwei Worte "King City" geschrieben stehen. Jackie hat sofort ein merkwürdiges Gefühl. Kaum ist er in Richtung Wüste verschwunden, erinnert sich niemand an ihn - aber Jackie kann das Papier nicht mehr aus der Hand legen. Zusammen mit der alleinerziehenden Mutter eines jugendlichen Gestaltwandlers geht Jackie daran, das Rätsel von "King City" zu lösen.

Rezension:
Our town is once again facing a serious tarantula problem. the Night Vale Unified School District indicated that fewer than one in five tarantulas graduate from high school. Indeed, most spiders never even enroll in public education, choosing to instead spin webs and eat smaller insects.
Deutsch:

Jeder
 der jemals einer Episode des  Welcome to Night Vale Podcast gehört hat, weiss bereits was auf ihn zukommt, denn dieses Buch ist eine ziemlich perfekte Adaption des Podcastes in ein Buch-Format. Das ist zwar einerseits ausgezeichnet umgesetzt worden, allerdings, fürchte ich, auch was es ein wenig langweilig macht.

Mittwoch, 1. Februar 2017

A Darker Shade of Magic (Shades of Magic #1)


A Darker Shade of Magic (Shades of Magic #1) von V. E. Schwab

Zusammenfassung:

Kell is one of the last travelers – magicians with a rare, coveted ability to travel between parallel universes connected by one magical city.
There's Grey London, dirty and boring, without any magic, and with one mad King – George III. Red London, where life and magic are revered – and where Kell was raised alongside Rhy Maresh, the roguish heir to a flourishing empire. White London – a place where people fight to control magic and the magic fights back, draining the city to its very bones. And once upon a time, there was Black London. But no one speaks of that now.
Officially, Kell is the Red traveler, ambassador of the Maresh empire, carrying the monthly correspondences between the royals of each London. Unofficially, Kell is a smuggler, servicing people willing to pay for even the smallest glimpses of a world they'll never see. It's a defiant hobby with dangerous consequences, which Kell is now seeing firsthand.

Rezension:
"Death comes for everyone," she said simply. "I'm not afraid of dying. But I am afraid of dying here." She swept her hand over the room, the tavern, the city. "I'd rather die on an adventure than live standing still."
Deutsch:

Kennt ihr dieses Gefühl, wenn ihr so viele tolle Bücher hintereinander lest, dass einige davon einfach ein wenig verblassen? Eine merkwürdige Situation, aber leider passiert mir das momentan ein wenig. You Will Know Me hat leider seinen Schatten auf die letzten paar Bücher geworfen, unter anderem auch A Darker Shade of Magic. Das sage ich jetzt nicht, um an der Tollheit von Shades of Magic Abstand zu nehmen, sondern primär, um damit klar zu machen, weshalb folgende Rezension vielleicht etwas hinkend wirken könnte (ich habe ausserdem etwas zu wenig Schlaf abbekommen die letzten Tage). Denn, und das kann ich guten Gewissens sagen: Dieses Buch war sehr schön und toll und ich freue mich auf den nächsten Teil (Den ich zum Glück schon hier rumliegen habe, aber zuerst werde ich wohl ein anderes Buch lesen - hier liegen so viele Bücher rum und ich habe endlich wieder Zeit!).