Montag, 25. Juli 2016

Bevor ich sterbe


Bevor ich sterbe von Jenny Downham

Zusammenfassung:

Ihr bleibt keine Zeit, aber die Liebe.
Die Ärzte machen der 16-jährigen Tessa wenig Hoffnung. Ihr Kampf gegen die Leukämie scheint nach vier Jahren verloren. Doch Tessa will nicht einfach verschwinden, sie will leben - wenigstens in der Zeit, die ihr noch bleibt. Sie schreibt eine Liste, was sie noch tun will, bevor sie stirbt: einen Tag nur ja sagen, Drogen nehmen, berühmt sein, so viele Gesetze wie möglich an einem Tag brechen, Sex haben. Als Adam auftaucht, ist Sex plötzlich mehr al ein Punkt auf der Liste. Doch darf man lieben, wenn man stirbt?
Tessa erzählt die Geschichte ihres Todes - mit unglaublicher Courage, Ehrlichkeit und voller Hoffnung. 

Rezension:
Das Geräusch eines Vogels, der tief über den Garten hinwegfliegt. Dann nichts. Nichts. Eine Wolke zieht vorbei. Wieder nichts. Licht fällt durchs Fenster, fällt auf mich, in mich.
Wenn Jenny Downham sich auf eines versteht, dann ist es, Atmosphäre zu schaffen. Das Ende war wirklich überwältigend und das sage ich, obwohl mich der Rest des Buches eigentlich kaum interessiert hat.

Sonntag, 24. Juli 2016

Dämonenbann (Hex Hall #3)


Dämonenbann (Hex Hall #3) von Rachel Hawkins

Zusammenfassung:

Für die junge Hexe Sophie Mercer endet ihr Urlaub in England dramatisch. Ihr einstiger Schwarm Archer wurde wegen Verrats gefangen genommen, und nun droht ihm die Todesstrafe. Sophies Vater wurde seines dämonischen Erbes beraubt, und Sophie selbst konnte demselben Schicksal nur knapp entrinnen. Nun kehrt sie zurück nach Hex Hall, wo neue Gefahren auf sie warten.

Rezension:
Dann verfielen wir in Schweigen, weil wir beide wussten, was ich als Nächstes fragen würde: Warum zum Geier verbrachte meine Mom, die den grössten Teil ihres Lebens vor allem Magischen die Flucht ergriffen hatte, ihre Sommerferien ausgerechnet in der Gesellschaft eines Haufens von Monsterjägern?
I'll make this one quick: Ein gelungener Abschluss, finde ich. Die ersten 100 Seiten oder so wirkte alles teilweise ein wenig sehr hölzern und es gab einige Klischees, aber grossartig gestört hat es mich nicht, danach ging doch sowieso wieder alles so schnell, dass ich das Gefühl vom Anfang ganz vergessen habe (und jetzt im guten Gefühl eines hübschen Schlusses schwelge). Ich meine, hör mal, ich weiss sehr wohl, dass Hex Hall objektiv gesprochen keine grossartige Geschichte ist, mit unglaublichen Charakteren und unglaublicher Ideenfülle, aber es hat seine eigenen Ideen und es hat Charaktere und ich mag beides. 

Dunkle Magie (Hex Hall #2)


Dunkle Magie (Hex Hall #2) von Rachel Hawkins

Zusammenfassung:

Nachdem Sophie endlich die Wahrheit über ihre Herkunft erfahren hat, reist sie nach Lonson, um sich mit ihrem Vater zu treffen. In England kommen erstaunliche Dinge über die Gründe für Alice' Verwandlung in eine Dämonin ans Tageslicht. Ausserdem trifft Sophie eine Gruppe Halbdämonen, die ihre Kräfte dazu benutzen, um gegen das Böse zu kämpfen. Sophie hegt deshalb immer mehr Zweigel an ihrer Entscheidung, ihre eigenen Kräfte aufzugeben. 

Rezension:
Es klingt zwar blöd, aber einer meiner ersten Gedanken war der, dass ich wie die Vandy aussehen würde: voller spiralförmiger, purpurner Tätowierungen, selbst im Gesicht. Es würde zwar nicht leicht werden, eine plausible Erklärung für die menschliche Welt zu finden, aber ich hoffte einfach, dass die Ausrede total abgefahrene Frühlingsferien funktionieren könnte.
Randbemerkung: Band Zwei und das Cover ist noch kitschiger! 

Okay, also in meinem Text zum ersten Band habe ich mich, Hand aufs Herz, sehr zurückgehalten mit persönlichem "oh-mein-Gott-ich-fand-alles-toll" und habe alles möglichst objektiv zu schildern versucht. Tatsache ist aber, dass ich danach noch den halben Tag lang im Bett gelegen bin und bedauert habe, den zweiten Band nicht auch bei mir zu haben (es war ein wenig jämmerlich, ich konnte auch kein anderes Buch anfangen, weil da drinnen keine Sophie und keine Jenna und kein Archer ist und wie könnte ich jemals wieder ein Buch ohne sie lesen? und blablabla, melodramatisches ich, du verstehst). Jetzt habe ich also den zweiten Teil und oh-man war der toll!

Samstag, 23. Juli 2016

Auf Umwegen


Auf Umwegen von Andrew Smith

Zusammenfassung:

Finn berechnet die Zeit in Meilen, nicht in Minuten. So erklärt er sich die Welt und so überzeugt er sich davon, wirklich zu sein, nicht eine Romanfigur im Kult-Bestseller seines Vaters. Stets am Rande der Katastrophe - als Kind ist ein totes Pferd von einer Brücke auf ihn gefallen - hat Finn immerhin den besten Freund der Welt: den total irren, aber ganz vortrefflichen Cade. Und dann lernt er Julia kennen, das erste Mädchen, das er liebt. 

Rezension:
"Ich will nicht von meinen Eltern gefahren werden. Welcher Elftklässler lässt sich noch von seinen Eltern fahren? Reicht mir eh schon, wie die mich wie ein Baby behandeln. Da versuche ich lieber mein Glück bei den Kinderschändern."
Ich habe die ersten Seiten des Buches gelesen und mir war sofort klar: Das wird nichts für mich. Finn hat mich viel zu sehr an Jacob aus Die Insel der besonderen Kinder erinnert, als das ich ihn auch nur annähernd hätte mögen können, Cade war so angestrengt "lustig", dass es mich unglaublich genervt hat und allgemein wirkte alles nur so oberflächlich. Obwohl ich die ersten hundert Seiten also definitiv schrecklich fand (keine Ahnung, wie ich da durch gekommen bin), wurde es danach ein wenig besser. Die letzten dreissig Seiten waren sogar ziemlich nett. Nein, es ist kein Buch für mich, aber es ist auch keine totale Katastrophe.

Freitag, 22. Juli 2016

The Thirteenth Tale


The Thirteenth Tale von Diane Setterfield

Zusammenfassung:

Sie gilt als Englands beliebteste Schriftstellerin, und doch weiss keiner, wer Vida Winter wirklich ist. Ihr ganzes Leben lang hat sie Stillschweigen darüber bewahrt, was damals, in jener Nacht vor rund sechszig Jahren, wirklich geschah, als der Familiensitz der Angelfields bis auf die Grundmauern niederbrannte. Nun, dem Tode nah, erleichtert Vida Winter erstmals ihr Gewissen und gesteht die schockierende Wahrheit über sich und ihre Zwillingsschwester.

Rezension:
What succor, what consolation is there in truth, compared to a story? What good is truth, at midnight, in the dark, when the wind is roaring like a bear in the chimney? When the lightning strikes shadows on the bedroom wall and the rain taps at the window with its long fingernails? No. When fear and cold make a statue of you in your bed, don't expect hard-boned and fleshless truth to come running to your aid. What you need are the plump comforts of a story. the soothing, rocking safety of a lie.
Puh - ich gebe zu, es hat einige Zeit gedauert, bis ich wirklich in der Geschichte war, aber das Warten hat sich wirklich gelohnt. Ich habe das Ende (der Geschichte) nicht im Geringsten kommen sehen, und es hat mich so gepackt, dass ich die Welt um mich ganz vergessen habe.

Donnerstag, 21. Juli 2016

Eins


Eins von Sarah Crossan

Zusammenfassung:

Die Schwestern Tippi und Grace sind wie andere Teenager - sie streiten sich, verlieben sich in Jungs, gehen ihren Hobbies nach ... Doch das Besondere an ihnen ist: Sie sind sich mehr verbunden als andere Schwestern - sie sind an der Hüfte zusammengewachsen. Aus der Ich-Perspektive erfahren wir, wie es ist, wenn man nie allein ist und vor eine Wahl gestellt wird, die über Leben und Tod entscheidet.

Rezension:
Ich nehme an, wir sollten uns als Glückspilze betrachten. 
Aber Glückspilz ist nicht das Wort,  
mit dem ich 
uns 
je beschreiben würde.
Eine Geschichte über siamesische Zwillinge in Versen (also Lyrik, nicht Prosa - nein, es reimt sich nicht) geschrieben? Das klingt einerseits sehr interessant, andererseits auch nach einer Aufgabe, die leicht schief gehen kann. Wenn der Schreibstil nicht stimmt, wenn die Übersetzung nicht stimmt. Aber zum Glück ist das hier nicht der Fall. Um genau zu sein, hat der Schreibstil genau das gemacht, was er (wie ich glaube) machen sollte. Der Abstand zwischen den Zeilen hat sich mit unausgesprochener Bedeutung gefüllt und jedes Wort hatte seinen fest zugewiesenen Platz.

Dienstag, 19. Juli 2016

Winterlicht


Winterlicht von Melina Marchetta

Zusammenfassung:

Ein Bannfluch liegt auf Lumatere. Niemand kann das Land betreten oder es verlassen. Nur Finnikin, Gefolgsmann des Königs, weiss Rat: Er muss den verschollenen Thronfolger finden und nach Lumatere zurückbringen. Doch als er die schöne Evanjalin trifft, gerät seine Mission in Gefahr. Finnikin verliebt sich in sie, obwohl sie dem König versprochen ist. Noch ahnt Finnikin nicht, wie sehr seine Liebe mit dem Schicksal Lumateres verknüpft ist.

Rezension:
Und es war dieses Bild, das sich in die Herzen und Köpfe aller einbrannte, die diesen Tag erlebt hatten. Froi von den Heimatlosen hielt die Zukunft Lumateres in den Händen.
Ufff. Ich habe dieses Buch angefangen und wollte es lieben. Ich dachte, ich würde es lieben, aber, um ehrlich zu sein, habe ich mich nur durch das Buch gequält. Und Schuld daran war (leider, leider, leider) vor allem Evanjalin.

Sonntag, 17. Juli 2016

The Nightingale


The Nightingale von Kristin Hannah

Zusammenfassung:

Zwei Schwestern im von den Deutschen besetzten Frankreich: Während Vianne ums Überleben ihrer Familie kämpft, schliesst sich die jüngere Isabelle der Résistance an und sucht die Freiheit auf dem Pfad der Nachtigall, einem geheimen Fluchtweg über die Pyrenäen. Doch wie weit darf man gehen, um zu überleben? Und wie kann man die schützen, die man liebt?

Rezension:
It was the first time she'd ever begged him for anything, and at the desperation in her voice, he went perfectly still. His breathing accelerated. And there it was, as plain as the blue of his eyes: arousal. For more than a year and a half, she had conducted herself with scrupulous care in his presence, dressing and acting like a little wren, never drawing his attention, never saying anything beyond yes or no, Herr Sturmbannführer. Now, in an instant, all of that was undone. She had revealed her weakness, and he had seen it. He knew how to hurt her now. 
Also, es ist echt kein Geheimnis, auf was man sich einlässt, wenn man eine Geschichte über Menschen während eines Krieges liest. Speziell während eines Weltkrieges, noch spezieller während des zweiten und - am speziellsten - über Menschen, welche sich einem Widerstand anschliessen. Natürlich wird es früher oder später traurig werden. Wenn die Geschichte dann ausserdem mit guten Charakteren ausgestattet ist, dann bekommt man die Traurigkeit auch wirklich zu spüren. The Nightingale hat gute Charaktere.

Donnerstag, 14. Juli 2016

The Sweetness at the Bottom of the Pie (Flavia de Luce #1)


The Sweetness at the Bottom of the Pie (Flavia de Luce #1) von Alan Bradley

Zusammenfassung:

Die junge Flavia de Luce staunt nicht schlecht, als sie im ersten Morgenlicht eine Leiche im Garten entdeckt - ausgerechnet im Gurkenbeet! Jeder hält ihren Vater für den Mörder, denn Colonel de Luce hat sich noch tags zuvor mit dem Verblichenen gestritten. Nur ein einziger Mensch glaubt felsenfest an die Unschuld des Colonels - seine neunmalkluge Tochter Flavia. Schliesslich ist der Ermordete vergiftet worden, und - ganz im Gegensatz zu Flavia, die eine begnadete Giftmischerin ist - ihre Vater hat nie Interesse an der Chemie des Todes gezeigt. Also fragt Flavia in vermeintlich kindlicher Unschuld sämtlichen Zeugen Löcher in den Bauch. Hartnäckig folgt sie jeder noch so abwegigen Spur - bis sie einsehen muss, dass ihr Vater tatsächlich ein dunkles Geheimnis hütet. Und so befürchtet Flavia, dass sie vielleicht eine zu gute Detektivin ist.

Rezension:
Once I had taught myself to make sense of the chemical equations such as K4FeC6N6 + 2 K = 6 KCN + Fe (which describes what happens when the yellow prussiate of potash is heated with potassium to produce potassium cyanide), the universe was laid open before me: it was like having stumbled upon a recipe book that had once belonged to the witch in the wood.
Die grosse Stärke dieser Geschichte ist definitiv Flavia selber. Wer hätte gedacht, dass ein elfjähriges Mädchen - (Chemie-)Genie und Besserwisser - so reizend aufsässig sein kann?

Montag, 11. Juli 2016

Wenn du stirbst, zieht dein ganzes Leben an dir vorbei, sagen sie


Wenn du stirbst, zieht dein ganzes Leben an dir vorbei, sagen sie von Lauren Oliver

Zusammenfassung:

Was wäre, wenn heute dein letzter Tag wäre? Was würdest du tun? Wen würdest du küssen? Und wie weit würdest du gehen, um dein Leben zu retten?
Samantha Kingston ist hübsch, beliebt, hat drei enge Freundinnen und den perfekten Freund. Der 12. Februar sollte eigentlich ein Tag werden wie jeder andere in ihrem Leben: mit ihren Freundinnen zur Schule fahren, die sechste Stunde schwänzen zu Kents Party gehen. Stattdessen ist es ihr letzter Tag. Sie stirbt nach der Party bei einem Autounfall. Und wacht am Morgen desselben Tages wieder auf. Siebenmal ist sie gezwungen diesen Tag wieder und wieder zu durchleben. Und begreift allmählich, dass es nicht darum geht, ihr Leben zu retten. Zumindest nicht so, wie sie dachte.

Rezension:
Vielleicht wird sie mir ähnlich sehen, wenn sie älter ist. Vielleicht bekommt sie noch ausgeprägte Wangenknochen und einen Wachstumsschub und ihr Haar wird dunkler, wenn die Zeit wieder vorwärtsläuft - selbst wenn ich herausgespült werde wie Müll von der Flut. Der Gedanke gefällt mir. Es gefällt mir zu glauben, dass die Leute später sagen werden: Izzy sieht genauso aus wie ihre Schwester Sam. 
Sie werden sagen: Könnt ihr euch noch an Sam erinnern? Sie war so hübsch. Ich weiss nicht so genau, was sie sonst noch sagen könnten: Sie war nett. Sie war beliebt. Sie fehlt uns. Vielleicht nichts von alledem.
Ich habe es schon öfters gesagt: Ich bin ein sehr emotionaler Leser. Und trotzdem ist es auch für mich eher ungewöhnlich, wenn ich die ganze zweite Hälfte eines Buches (200 Seiten, mind you) heule/kurz davor bin zu heulen. Aber was soll ich sagen? Lauren Oliver played me like a fiddle.

Sonntag, 10. Juli 2016

Wilder Zauber (Hex Hall #1)


Wilder Zauber (Hex Hall #1) von Rachel Hawkins

Zusammenfassung:

Sophie Mercer ist eine Hexe. Doch die Sache mit der Magie klappt noch nicht so richtig. Als sie einer Mitschülerin helfen will, endet dies mit derart katastrophalen Folgen, dass ihre Mutter  sie an die Hecate Hall schickt, ein Internat für junge Hexen, Gestaltwandler und Feen. Dort teilt sich Sophie ein Zimmer mit der einzigen Vampirin der Schule. Bald nach ihrer Ankunft versucht ein Trio dunkler Hexen, sie für ihren Zirkel zu gewinnen. Und Sophie verliebt sich Hals über Kopf in den traumhaft gut aussehenden Hexer Archer - den Herzensbrecher von Hecate Hall. Da werden auf dem Campus einige Hexen angegriffen, und der Verdacht fällt auf Sophies Zimmergenossin.

Rezension:
"Ach-du-Scheisse-so-viel-Pink"-Zone wäre eine treffendere Beschreibung gewesen.  
Ich weiss nicht, was ich von dem Zimmer eines Vampirs erwartet hatte. Vielleicht jede Menge Schwarz, ein Haufen Bücher von Camus ... oh, und ein zartes Porträt des einzigen Menschen, den der Vampir je geliebt hatte und der zweifellos an etwas Romantischem und Tragischem gestorben war und den Vampir zu ewigem Trübsal und sehnsüchtigem Seufzen verurteilt hatte. 
Was soll ich sagen? Ich lese eben viel.
Kennt ihr das, wenn euch irgendjemand ein Buch empfiehlt, ihr euch weder eine Zusammenfassung noch sonst was durchlest, das Buch einfach so in eurem Zimmer landet, euch das Cover zwar ein wenig abschreckt, ihr es dann aber trotzdem lest? Und das Buch dann tatsächlich sehr gut ist? Jep. Ist eines von diesen Büchern.

Samstag, 9. Juli 2016

Daughter of Smoke and Bone (Daughter of Smoke and Bone #1)


Daughter of Smoke and Bone (Daughter of Smoke and Bone #1) von Laini Taylor

Zusammenfassung:

Karou ist etwas Besonderes. Sie hat blaue Haare so glänzend wie Seide und filigrane Tattoos. Sie ist in den düsteren Gassen Prags genauso zuhause wie auf den Märkten von Marrakesch, und sie spricht fast alle Sprachen der Welt, nicht nur die der Menschen. Doch Karou hat ein Geheimnis. Manchmal verschwindet sie für Tage, ohne jemandem zu sagen wohin. Ausserdem kennt nicht einmal sie selbst ihre wahre Herkunft.
Bis eines Tages auf der ganzen Welt mysteriöse schwarze Handabdrücke an Türen erscheinen. Geflügelte Fremde, die durch einen Spalt im Himmel geschlüpft sind, brennen sie in Holz und Metal. Einen von Ihnen trifft Karou in der pulsierenden Altstadt von Marrakesch - und eine Liebe beginnt deren Wurzeln tief in eine gewalttätige Vergangenheit reichen. Am Ende wird sie mehr über sich erfahren, als sie sich jemals hätte vorstellen können.

Rezension:
His gaze was like a lit fuse, scorching the air between them. He was the most beautiful thing Karou had ever seen. Her first thought, incongruous but overpowering, was to memorize him so she could draw him later. 
Her second thought was that there wasn't going to be a later, because he was going to kill her.
Whelp - ich bin hin und her gerissen. Einerseits finde ich einige Aspekte toll (die Welt, den Schreibstil, einige Charaktere), andererseits nervt mich ein anderer Aspekt extrem (*räusper*es-ist-mal-wieder-der-mit-der-Liebe*räusper*).

Donnerstag, 7. Juli 2016

Autorität (Southern Reach #2)


Autorität (Southern Reach #2) von Jeff Vandermeer

Zusammenfassung:

Seit ein mysteriöses "Ereignis" vor mehr als dreissig Jahren das Gebiet erschütterte, ist Area X von einer unsichtbaren Grenze umgeben. Niemand weiss genau, was dahinter geschieht, aber es gibt Gerüchte von einer sich verändernden und die Reste der menschlichen Zivilisation überwuchernden Natur, einer Natur, die ebenso makellos und bezaubernd wie verstörend und bedrohlich ist. Zuständig für das Gebiet ist eine geheime Regierungsorganisation, die sich Southern Reach nennt und den Auftrag hat, herauszufinden, was hinter der Grenze geschieht. Aber keine der Expeditionen, die Southern Reach in das Gebiet entsandte, um Erklärungen für das Unerklärbare zu finden, hatte bisher Erfolg. Die meisten der Expeditionen endeten in Katastrophen, bei denen letztlich alle Mitglieder ums Leben kamen, und die Zeit, um Antworten zu finden, wird knapp, denn Area X scheint sich immer schneller auszudehnen. 

Rezension:
Während Control Voice berichtete, wuchs sein Gefühl der Vergeblichkeit. Kaum etwas ergab Sinn, und noch weniger war wirklich neu; er warf nur mit Worten um sich, um überhaupt etwas zu sagen zu haben.
Die "Zusammenfassung" des Buches ist irgendwie sehr irreleitend. Wenn man das so liest, scheint alles sehr direkt zu sein, klar umrissen, eine konkrete Fragestellung auf die es eine Antwort gibt. Das Buch ist aber ganz sicher nicht so. Tatsächlich habe ich viel mehr so gefühlt, wie Control in obigen Zitat.

Montag, 4. Juli 2016

Robotermärchen



Robotermärchen von Stanislaw Lem

Zusammenfassung:

Die Robotermärchen sind eine Sammlung von Erzählungen des polnischen Autors Stanislaw Lem aus dem Jahr 1964. Geschrieben wie klassische Märchen, mit Themen, wie wir sie kennen, ist uns die Welt, in welcher diese Geschichten stattfinden, doch vollkommen fremd, denn alle Personen sind Roboter.

Rezension:
"Meine liebe Rechenmaschine! Meine Teure! Es steht so und so, der Elektrodrach will mich vom Thron stürzen und aus dem Reich jagen. Rette mich! Sag, was ich tun muss, um den Drachen zu bezwingen!"

"O nein!" - entgegnete die Rechenmaschine. "Vorerst musst du mir in der Frage vom letzten Mal recht geben. Ausserdem wünsche ich, dass du mich nicht anders ansprichst, als mit dem Titel 'Rechengrossmarschall'. Im Gespräch kannst du auch sagen: 'Eure Ferromagnetifizienz'."
Das war klasse! Ich hatte recht hohe Erwartungen an die Geschichten und muss sagen, dass diese wirklich erfüllt wurden. Es hat einfach richtig Spass gemacht, von Elektritter und ihren Abenteuern zu lesen, oder davon wie ekelhaft wabbelig Bleichlinge (aka Menschen) sind. Lem hat sich nicht davor gescheut, links und rechts Anspielungen einzubauen und ganz und gar mit dem Thema zu spielen. So konnte er eine Fülle von Geschichten schreiben, welche ständig neue Aspekte behandeln, nichts wiederholt sich, nichts wird langweilig.

Samstag, 2. Juli 2016

Me Before You


Me Before You von Jojo Moyes

Zusammenfassung:

Louisa Clark weiss, dass nicht viele in ihrer kleinen Heimatstadt ihren leicht exzentrischen Modegeschmack teilen. Sie weiss, dass sie gerne als Kellnerin arbeitet und dass sie ihren Freund Patrick eigentlich nicht liebt.
Sie weiss nicht, dass sie schon bald ihren Job verlieren wird - und wie tief das Loch ist, in das sie dann fällt.
Will Traynor weiss, dass es nie wieder so sein wird, wie vor dem Unfall. Und er weiss, dass er dieses neue Leben nicht führen will.
Er weiss nicht, dass er schon bald Lou begegnen wird. 
Eine Frau und ein Mann. Eine Liebesgeschichte, anders als alle anderen. Die Liebesgeschichte von Lou und Will.

Rezension:
"So you're not a classical music person."
I looked into the rear-view mirror. Will was smiling.
"I didn't enjoy that in the slightest."
"I could tell."
"I especially didn't enjoy that bit near the end, the bit where the violin was singing by itself."
"I could see you didn't like that bit. In fact, I think you had tears in your eyes you hated it so much."
I grinned back at him. "I really loved it," I said. 
Okay, eigentlich wollte ich dieses Buch nicht lesen. Ich habe die ersten Trailer gesehen (erst danach habe ich überhaupt von der Existenz des Buches erfahren) und beschlossen, dass es mich nicht interessiert, habe mich schlichtweg geweigert, die Möglichkeit, es zu lesen, überhaupt in Betracht zu ziehen. Die Trailer zum Film sind mir auch jetzt noch sehr unangenehm, sie sind einfach so cheesy und ich konnte nicht anders, als einfach "nö" zu denken. Naja und dann habe ich ein paar gute Meinung bezüglich dieses Buches von Leuten gehört, denen ich in Sachen Literatur ziemlich vertraue und dann bin ich per Zufall in einer Bibliothek darüber gestolpert und dann ist es irgendwie bei mir zu Hause gelandet. Ich war mir trotzdem nicht sicher, ob ich es wirklich lesen will, bis (während ich kurz eine "zwischen-Büchern"-Pause eingelegt habe) es um die Wahl der nächsten Geschichte ging und ich sofort mit einem Filmtrailer dazu bombardiert wurde. Naja, ich habe dem Schicksal eine Chance gegeben.

Was soll ich sagen? Es war mir einfach irgendwie egal.